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Rohstoffe & Trends

Monkfruit: warum die Mönchsfrucht zum Süßungs-Trend wird

Monkfruit-Süßungsmittel und Mönchsfrucht (Luo Han Guo)

Weniger Zucker, gleicher Genuss — kaum ein Anspruch treibt den Lebensmittel- und Supplement-Markt so stark wie die Zuckerreduktion. Während Stevia mit seinem leicht bitteren Nachgeschmack polarisiert und Erythrit zuletzt in der Diskussion stand, rückt ein natürlicher Süßstoff in den Fokus: Monkfruit, die Mönchsfrucht.

Was ist Monkfruit?

Monkfruit (Luo Han Guo) ist eine kleine, grüne Kürbisgewächs-Frucht aus Südchina, die seit Jahrhunderten traditionell genutzt wird. Ihre Süße stammt nicht von Zucker, sondern von sekundären Pflanzenstoffen, den Mogrosiden. Diese machen den Extrakt rund 150- bis 200-mal süßer als Haushaltszucker — bei praktisch null Kalorien und ohne Einfluss auf den Blutzucker.

150–200×süßer als Zucker
0 kcalkein Blutzucker-Effekt
natürlichaus der Mönchsfrucht

Warum gerade jetzt der Trend?

In den USA ist Monkfruit längst im Mainstream angekommen — von Getränken über Protein-Riegel bis zu Pulvern. Diese Welle erreicht nun Europa. Die Treiber:

  • Clean Label & „natürlich": Verbraucher wollen Zuckeralternativen, die nicht synthetisch klingen. Eine Frucht als Quelle verkauft sich besser als ein Laborbegriff.
  • Geschmack: Monkfruit gilt als milder und runder als Stevia — der typische Lakritz-/Bitternachgeschmack fällt weg, besonders in Kombination mit Erythrit.
  • Blutzucker-Bewusstsein: Im Zuge des GLP-1- und Longevity-Trends achten immer mehr Menschen auf glykämische Wirkung — Monkfruit punktet hier.
  • Vielseitig: hitzestabil, gut löslich, vegan — passt in Pulver, Sticks, Gummies und Getränke.
Monkfruit ist der Süßstoff, der „natürlich" auf dem Etikett und „mild" auf der Zunge verbindet — genau das, was der Markt gerade sucht.

Wichtig: der Blick auf die EU-Regulatorik

So spannend der Trend ist — in der EU lohnt der genaue Blick. Anders als in den USA ist Monkfruit hier kein zugelassenes Süßungsmittel (Zusatzstoff mit E-Nummer) wie etwa Steviolglycoside. Erlaubt ist aber sehr wohl ein bestimmter wässriger Monkfruit-Extrakt: Er wurde mit der Verordnung (EU) 2024/2345 als Novel Food zugelassen — für definierte Lebensmittelkategorien und jeweils bis zu festgelegten Höchstmengen.

Nicht zugelassen sind dagegen hochkonzentrierte bzw. aufgereinigte Mogroside und nicht-wässrige Extrakte. Für ein verkehrsfähiges Produkt kommt es also genau auf Extrakt-Form, Lebensmittelkategorie und Dosierung an — plus korrekte Kennzeichnung und Health-Claim-Grenzen.

Für Marken heißt das: Das Konzept ist attraktiv und umsetzbar, wenn die Details stimmen. Genau hier setzen wir an — mit einem Novel-Food- und Regulatorik-Check, bevor in die Produktion gegangen wird.

Unser Blick

Monkfruit ist mehr als ein kurzlebiger Hype — die Kombination aus natürlicher Herkunft, gutem Geschmack und Zero-Calorie passt perfekt in den aktuellen Markt. Als Lohnhersteller behalten wir Rohstofftrends und ihre regulatorische Seite gemeinsam im Blick, damit aus einer guten Idee ein verkehrsfähiges Produkt wird.

Du willst ein zuckerreduziertes Produkt entwickeln? Sprich mit uns — wir prüfen Rezeptur, Süßungssystem und Verkehrsfähigkeit gemeinsam.
Einordnung: Marktbeobachtung der bulkify-Redaktion. Süße-Faktor gerundet und sortenabhängig. Regulatorische Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine Einzelfallprüfung — die zulässige Verwendung klären wir produktbezogen.

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